Hautprobleme

Millionen leiden unter Hautproblemen

Millionen Deutsche leiden unter Hautproblemen und Erkrankungen der Haut. Betroffene haben besondere Anforderungen an eine Hautpflege, die auf ihren Hautzustand zugeschnitten sein muss.

Menschen mit „Problemhaut“:

  • Jeder 4. bis 6. Patient in einer Arztpraxis leidet an einer Hautkrankheit
  • 4 Millionen Betroffene mit Rosacea (Couperose)
  • 2 Millionen Betroffene mit Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Ca. 6 Millionen Erwachsene mit Diabetes (Zuckerkrankheit) – ca. 30 % davon mit Hautproblemen
  • Unter Akne leiden auch erwachsene Frauen (ca. 12 %) und Männer (ca. 3 %)
  • 10-15 % der Kinder und 1-3 % der Erwachsenen mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis)

EMPFINDLICHE HAUT

Unter „empfindlicher Haut“ verstehen wir einen Hautzustand, bei dem Betroffene schneller und „gereizter“ auf Irritationen unterschiedlichster Art reagieren. Sie leiden häufig unter Rötungen, Schwellungen, Auftreten von Hautschuppen und neigen zu Ekzemen, einer nicht-ansteckenden Entzündungsreaktion der Haut. Damit gehen oft Juckreiz, Brennen und ein Spannungsgefühl der Haut einher.

Die Empfindlichkeit unserer Haut wird durch den individuellen Zustand der Haut, aber auch durch äußere Faktoren, wie zum Beispiel Klima und Bedingungen des Arbeitsplatzes, beeinflusst. Auch können andere Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, eine eingeschränkte Nierenfunktion oder die Einnahme bestimmter Medikamente eine erhöhte Empfindlichkeit/ Trockenheit der Haut hervorrufen.

Trockene Haut

TROCKENE HAUT

Trockener Haut mangelt es an natürlichen Feuchthaltefaktorenund Lipiden. Die Haut verliert vermehrt Feuchtigkeit und kann austrocknen. Äußere Einflüsse wie Wind, Kälte, oder trockene Heizungsluft sowie Reizstoffe und falsche Pflege können die Hauttrockenheit noch verstärken. Auch hormonelle Veränderungen, altersbedingte Faktoren, genetische Veranlagung oder bestimmte Erkrankungen können Gründe für trockene Haut sein.

Bei Betroffenen macht sich trockene bzw. extrem trockene Haut bemerkbar durch:

  • Spannungsgefühl
  • Schuppung
  • Rauigkeit
  • Juckreiz
  • Rissigkeit mit Neigung zu Schrunden-Bildung und Hautrötungen

Zu den inneren Faktoren gehören u. a.:

  • Die genetische Veranlagung.
  • Bestimmte Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis) und internistische Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus, bestimmte Nieren- und Lebererkrankungen).
  • Zunehmendes Alter und die damit einhergehende reduzierte Talgproduktion und geringere Wasserbindungskapazitäten.
  • Hormonelle Einflüsse z. B. in Pubertät und Schwangerschaft.

Auch Stress und emotionale Belastungssituationen können eine trockene Haut verursachen.

Äußere Faktoren sind u. a.:

  • Umwelteinflüsse wie zum Beispiiel klimatische Faktoren (große Hitze, geringe Luftfeuchtigkeit, starker Wind)
  • Intensive Sonnenbäder
  • Trockene Heizungsluft im Winter
  • Solarium-Besuche

Darüber hinaus können Chemikalien in Beruf und Haushalt sowie Fehler bei der Pflege und Reinigung der Haut, zum Beispiel durch zu häufiges, zu langes oder zu heißes Waschen sowie ungeeignete Reinigungsprodukte und Kosmetika, ein Austrocknen der Haut begünstigen. Falsche Ernährung und eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr sind weitere mögliche Ursachen für trockene Haut.

Oft beobachten auch Patienten, die Medikamente wie Schilddrüsenhormone, Betablocker oder Kortison einnehmen müssen, eine trockene Haut als unerwünschte Nebenwirkung.

Hautpflege bei trockener Haut

SEHR TROCKENE HAUT

Der Mangel an Feuchthaltefaktoren und Lipiden bei sehr trockener Haut führt zu einer gestörten Hautbarriere-Funktion. Fremdstoffe können leichter und schneller in die Haut eindringen und es besteht ein erhöhtes Infektions- und Allergie-Risiko.

Eine Sonderform stellt die atopisch trockene Haut (Neurodermitis) dar, deren Entstehung auf mehrere genetische Faktoren zurückgeführt wird.

UNREINE HAUT

Die Entwicklung von Hautunreinheiten und unreiner Haut ist häufig die Folge einer hormonellen Umstellung wie sie zum Beispiel in der Pubertät auftritt. In dieser Zeit laufen die Talgdrüsen auf Hochtouren, wodurch die Haut besonders in der Gesichtsmitte, im Dekolleté, an Schultern und am Rücken häufig fettig und ölig ist. Dort entstehen Mitesser und später die typischen Pickel, wenn der überschüssige Talg die Poren verschließt und sich in Verbindung mit Hautbakterien entzündet.

Eine unreine Haut kann aber auch bei Frauen in späteren Jahren, zum Beispiel durch hormonelle Schwankungen während des Monatszyklus, nach Absetzen oder beim Wechsel von Verhütungsmitteln, während der Schwangerschaft oder während der Menopause auftreten.

Außerdem können Medikamente, Stress und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber mitesserfördernden (komedogenen) Reizen eine Rolle bei der Entstehung unreiner Haut spielen.

Wichtig bei unreiner Haut sind die regelmäßige Reinigung und Pflege. Unreine Haut sollte wirksam gereinigt werden, um Talgüberschuss und Bakterien zu verringern. Eine abgestimmte Pflege hilft, die „außer Kontrolle“ geratene Hautfunktion wieder zu regulieren.