Spätakne

Unreine Haut Akne

UNREINE UND GLÄNZENDE HAUT BEI ERWACHSENEN

Hautunreinheiten oder auch Akne sind keine Frage des Alters. Schätzungsweise jede vierte Frau im Alter zwischen 25 und 45 Jahren ist davon betroffen. Glänzende Stellen, störende Mitesser, Hautrötungen oder auch schmerzhafte Entzündungen treten schubweise bevorzugt im Wangen-, Kinn- und seitlichen Halsbereich auf. Diese Ausprägungen sind charakteristisch für das Auftreten einer Sonderform der Akne, der sogenannten Spätakne (auch Akne tarda genannt).

Warum von einer Spätakne am ehesten Frauen im Erwachsenenalter betroffen sind, ist bislang noch nicht restlos geklärt, jedoch gibt es eine ganze Reihe von möglichen Auslösern.

Häufig verursacht die Spätakne bei den Betroffenen auch eine starke Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls und der Lebensqualität. Um eine dauerhafte Verbesserung des Hautbildes zu erreichen, sollte deshalb die Behandlung der Spätakne auf jeden Fall in die Hand eines erfahrenen Hautarztes gelegt werden.

DAS PROBLEM: VERSTOPFTE TALGDRÜSEN

Talgdrüsen kommen fast am ganzen Körper vor und sitzen an den Haarwurzeln in der Haut. Sie produzieren das Hautfett (= Talg), das normalerweise durch den Haarkanal nach außen abfließt und sich als natürlicher Schutzfilm frei auf der Hautoberfläche verteilt. Im Gesicht sowie am Hals und Nacken befinden sich besonders große und viele Talgdrüsen.

Verstopfte Talgdrüsen bei Akne

Bei übermäßiger Hautfettproduktion wirkt die Haut oft ölig und glänzend. Zusammen mit einer verstärkten Bildung von Hornzellen kann es vorkommen, dass der Haarkanal verstopft. Dadurch kann der Talg nicht mehr richtig abfließen und staut sich im Bereich der Talgdrüse bzw. unterhalb des Ausgangs. Der Haarkanal füllt sich dann zunehmend mit verhornten Hautzellen und Talg, so dass eingeschlossener „Mitesser“ (lateinisch: Komedo) entsteht.

Entzünden sich solche geschlossenen Komedonen, kommt es zur Bildung von geröteten Papeln und Pusteln. Sie prägen das typische Erscheinungsbild einer Akne und weisen bei der Spätakne eine charakteristische Verteilung im Wangen-, Mund-, Kinn- und oberen seitlichen Halsbereich auf.

Wie entsteht Spätakne

HORMONE, STRESS & CO. ALS MÖGLICHE AUSLÖSER

Hormone, Stress, Medikamente, bestimmte Lebensgewohnheiten oder unverträgliche Kosmetika: Die Faktoren, die eine Spätakne auslösen können, sind vielfältig.

Hormonelle Schwankungen (zum Beispiel durch ein Absetzen oder Umstellen der „Pille“) üben einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf der Spätakne aus. Die typischen Hautveränderungen einer Spätakne treten bei betroffenen Frauen häufig auch bei einem unregelmäßigen Menstruationszyklus oder in der Folge erster Anzeichen der Wechseljahre auf.

Eine chronische Stressbelastung zählt ebenfalls zu den vermuteten Auslösern der Spätakne. So gibt es Hinweise dafür, dass Stress im Beruf und eine permanente Anspannung im Alltag bei Frauen zu einem Akne-Ausbruch führen können.

Eine Spätakne kann zudem durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten ausgelöst oder verschlechtert werden. Dazu zählen zum Beispiel Kortisonpräparate und Medikamente zur Behandlung einer Epilepsie oder Depression.

Weiterhin werden einige Lebensgewohnheiten und verschiedene Umweltfaktoren mit dem Auftreten einer Spätakne in Zusammenhang gebracht. So können Nikotinkonsum, die Verwendung von unverträglichen Kosmetika ebenso wie eine übermäßige UV-Belastung zu einer Verschlechterung des Hautbildes beitragen.

Auslöser von Spätakne

DERMATOLOGISCHE AKNE-THERAPIE IN KOMBINATION MIT DEM RICHTIGEN PFLEGEKONZEPT

Ihr erfahrener Hautarzt wird auf Basis des Schweregrades der Akne entscheiden, ob eine und wenn ja, welche Behandlung zur Anwendung kommt.

Bei leichten bis mittelschweren Formen der Spätakne kommen meist lokal anzuwendende Cremes, Gele oder Lösungen zum Einsatz. Während der dermatologischen Akne-Therapie ist die Haut jedoch oft gerötet, irritiert und auch sonnenempfindlich. Die Hauttrockenheit und das Spannungsgefühl nehmen zu.

In dieser Zeit und auch danach sollten besonders schonende Reinigungs- und Pflegeprodukte angewendet werden, die für die empfindliche und sensible Haut geeignet sind. Reinigungsprodukte sollten effektiv überschüssigen Talg entfernen und in jedem Fall seifenfrei sein, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen. Pflegeprodukte sollten langanhaltend Feuchtigkeit spenden und dabei frei von Ölen und Fetten sein (diese begünstigen das Krankheitsbild).

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