Was braucht die Haut?

Hautbarriere gegen trockene Haut

Unsere Haut übernimmt für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zahlreiche Funktionen. So schützt sie unseren Organismus vor mechanischen und mikrobiellen Einflüssen.

Der Verbund aus Hornzellen und Hornhaut-Lipiden bildet zusammen mit dem Säureschutzmantel der Haut die Hautbarriere. Die Hautoberflächenlipide sollen die Haut unter anderem vor Bakterien und Pilz-Infektionen schützen.

Gerade trockene und empfindliche Haut braucht Unterstützung durch richtige und regelmäßige Pflege. Die Haut hat jedoch unterschiedliche Bedürfnisse, die sich stark unterscheiden können (beispielsweise etwa Gesichtshaut von der Haut an unseren Fußsohlen). Bei der Pflege sollte man den individuellen Hautzustand berücksichtigen. Bei trockener Haut ist es beispielsweise besonders wichtig, die Barrierefunktion und damit den Schutzmantel der Haut wiederherzustellen und zu stärken.

STÄRKUNG DER HAUTBARRIERE

Eine intakte Hautbarriere schützt unsere Haut vor übermäßigem Wasserverlust, vermindert das Eindringen von Krankheitserregern und unterstützt das Immunsystem. Die Hornschicht der Haut bildet eine in der Regel effektive Durchlässigkeitsbarriere. Sie soll das Eindringen bestimmter Stoffe wie zum Beispiel Mikroben, chemischen Substanzen und Allergenen verhindern und den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) regulieren, so dass die Haut vor Austrocknung geschützt wird.

Für eine stabile Hautbarriere werden Lipide wie zum Beispiel Ceramide, Phospholipide und Triglyzeride benötigt.

FEUCHTHALTEFAKTOREN

Die wichtigste Funktion der Haut liegt im Schutz des Organismus vor dem Austrocknen und vor äußeren Einwirkungen. Dabei spielt die Oberhaut (Epidermis) eine besondere Rolle. Für ihre Funktionsfähigkeit ist eine ausreichende Hautfeuchtigkeit unerlässlich, welche durch so genannte natürliche Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturizing Factor = NMF) reguliert wird. Sie sorgen für eine langanhaltende Rückbefeuchtung.

Bestimmte Faktoren wie trockene Luft im Winter oder in geheizten Räumen, lange Sonnenbäder, Baden, das Alter, eine genetische Veranlagung, Medikamente oder Hauterkrankungen können zu einem Verlust an Feuchthaltefaktoren führen und die Funktion der Barrierelipide einschränken. Dadurch kommt es häufig zu Spannungsgefühlen und Hautjucken.

Feuchthaltesubstanzen, die durch Hautpflege von außen zugeführt werden können, sind zum Beispiel Glycerin und Dexpanthenol.

Hautbarriere stärken gegen trockene Haut

LIPIDE

Lipide (= Fette) unterstützen die Barrierefunktion der Haut und vermindern so den transepidermalen Wasserverlust. Sie sorgen für eine glatte und geschmeidige Haut.

Zu den Hautlipiden gehören unter anderem die Ceramide. Sie sind wesentlich für die barrierebildende und feuchtigkeitsbindende Funktion unserer Haut verantwortlich. Heute weiß man, dass es manchen Menschen, die unter extremer Trockenheit, Reizungen und Entzündungen ihrer Haut leiden, an diesen natürlichen Ceramiden mangelt. Bei Neurodermitikern beispielsweise ist ein Mangel an Ceramiden 1 und 3 nachgewiesen

SELBSTSCHUTZ DER HAUT

Normalerweise schützt sich die Haut durch einen Fettfilm selbst. Dieser wird von zahlreichen Talgdrüsen produziert, die in der Haut sitzen. Die Talgproduktion der Haut ist abhängig von der Umgebungstemperatur. So wirkt sich Kälte hemmend darauf aus und kann sogar dazu führen, dass die Talgdrüsen ihre Arbeit einstellen. Ohne den Fettfilm auf der Haut kann Flüssigkeit schneller verdunsten, was zu einer beschleunigten Austrocknung führt. Umso wichtiger ist es, mit entsprechenden Schutzmaßnahmen die Hautfeuchtigkeit zu erhalten.

HAUT IM SOMMER

Mit der Sommerzeit verbinden die meisten Menschen angenehme Assoziationen – nicht zuletzt körperliches Wohlbefinden. Die warmen Sonnenstrahlen fördern die Vitalität und Lebensfreude, doch UV-Strahlung birgt auch Gefahren für die Haut. Ein Übermaß an UV-Strahlung kann zu chronischen Hautschäden und sogar Hautkrebs führen und ist deshalb unbedingt zu vermeiden. Sie sollten daher auf ausreichenden Lichtschutz achten.

HAUT IM WINTER

Die Winterzeit bedeutet für die Haut vor allem eines: ständiges und häufig abruptes Wechseln zwischen Kälte und Hitze, Trockenheit und Feuchtigkeit. Draußen ist sie Wind und Wetter inklusive eisiger Temperaturen ausgesetzt, drinnen erwartet sie trockene Heizungsluft.

Wie können Sie Ihre Hautgesundheit unterstützen:

  • Basispflege und -reinigung ist das A und O: Cremen Sie sich nach dem Duschen mit feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten ein.
  • Langes, heißes Duschen und Baden entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Ebenso verhält es sich bei Heizungsluft. Lüften Sie daher stark beheizte Räume und duschen Sie nicht zu heiß.
  • Vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken.
  • Verzichten Sie auf Peelings oder alkoholhaltige Gesichtswasser.