Was ist Rosazea?

Rosazea (auch Rosacea) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vornehmlich an Stirn, Wangen, Nase und Kinn auftritt.

Entzündungserscheinungen der Haut wie anhaltende Gesichtsrötungen, Papeln (Knötchen) und Pusteln (Bläschen), sichtbare Äderchen und/oder Schwellungen im Gesicht können Anzeichen von Rosazea sein. Häufig werden diese Symptome jedoch mit einer Allergie oder Akne verwechselt.

Die Bezeichnung Rosazea geht auf den lateinischen Begriff „rosaceus“, also rosenfarbig, zurück. So soll die Farbe der Hautrötungen an eine aufblühende Rose erinnern. Da besonders hellhäutige, sonnenlichtempfindliche Nordeuropäer betroffen sind, wird die Erkrankung auch „Fluch der Kelten“ genannt. Weitere, teils nur selten gebräuchliche Namen sind: Gesichtsrose, Couperose, Kupferrose, Kupferfinne oder Rotfinne.

Wer ist betroffen?

Obwohl Rosazea weit verbreitet ist – allein in Deutschland leiden schätzungsweise zwei bis fünf Prozent der Erwachsenen darunter – wissen viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung.

Personen mit heller Haut haben ein erhöhtes Risiko, an Rosazea zu erkranken. Besonders Menschen mit einer sehr hellen Hautfarbe, rötlichen oder hellblonden Haaren, hellen Augen, Sommersprossen und einer Neigung zu Sonnenbrand sind betroffen.

Zwar haben durchschnittlich mehr Frauen mit Rosazea zu kämpfen, bei Männern sind die Symptome dafür oft deutlich stärker ausgeprägt.

Für beide Geschlechter gilt, dass die Krankheit sich in der Regel zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr einstellt. Es gibt jedoch auch Menschen, die bereits früher erkranken. So können z. B. auch jüngere Frauen von der Hautkrankheit betroffen sein, die sich unter anderem durch flüchtige, anfallartige Rötungen und leicht reizbare Haut im Gesicht bemerkbar machen kann.