Wissenswertes über gesunde Haut

Tipps für eine gesunde Haut

Die Haut ist zahlreichen Belastungen ausgesetzt – was durchaus ihrer Aufgabe entspricht, da sie uns nach außen hin schützt. Umso mehr sollte ihr im täglichen Leben größte Achtsamkeit entgegengebracht werden. Mit bestimmten Verhaltensweisen und Maßnahmen können Sie effektiv zur Gesundheit und zum Wohlergehen Ihrer Haut beitragen und ihr helfen, schädliche Einflüsse abzuwehren.

WIE SIE IHRE HAUTGESUNDHEIT UNTERSTÜTZEN KÖNNEN:

  • Verzichten Sie auf (häufige) Peelings oder alkoholhaltige Gesichtswasser

  • Wählen Sie Reinigungs- und Pflegeprodukte, die auf Ihren Hauttyp und auf eventuell vorliegende Hautprobleme abgestimmt sind.

  • Vermeiden Sie ausgiebige Bäder oder zu heißes und langes Duschen – das kann der Haut Feuchtigkeit entziehen.

  • Verwenden Sie zur Reinigung milde, seifenfreie Produkte mit einem hautfreundlichen pH-Wert (ca. 5.5), so bleibt der Säureschutzmantel der Haut erhalten.

  • Passen Sie Ihre Hautpflege der Jahreszeit an.

  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Achten Sie auf sich!

 

HAUTPFLEGE

Mit gesunder Haut sieht man besser aus und fühlt sich auch besser. Deshalb ist eine angepasste, regelmäßige Hautpflege wichtig, um ein klares, strahlendes Hautbild zu erhalten. Trotz einer großen Auswahl von Pflegeprodukten und Hilfsmitteln muss eine gesunde, regelmäßige Hautpflege nicht kompliziert sein. Ein paar grundlegende Tipps können Ihre tägliche Pflege vereinfachen:

Reinigung

Normale Seifen können die Haut reizen. Greifen Sie deshalb lieber zu einem Reinigungsprodukt , das auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist. Wählen Sie ein Produkt, das dem pH-Wert der Haut entspricht (ca. 5.5) und ihren natürlichen Säureschutzmantel nicht schädigt.

Reinigen Sie das Gesicht nicht mehr als zweimal täglich (morgens und abends). Tupfen Sie die Haut nach der Reinigung trocken. Reiben Sie das Gesicht nicht mit dem Handtuch ab, das reizt die empfindliche Haut.

Tagespflege

Trockene Haut kann die Pflege am besten aufnehmen, solange die Haut noch etwas feucht ist. Tragen Sie ihre Tagespflege am besten direkt nach der Reinigung auf, dadurch wird die Feuchtigkeit in Ihrer Haut gehalten und die Haut bleibt glatt und geschmeidig. 

Eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor (LSF) ist eine praktische Option, da Sie so nicht extra an den Sonnenschutz denken müssen.

Nachtcreme

Eine reichhaltige Nachtcreme kann die Haut während Sie schlafen mit intensiver Feuchtigkeit und wertvollen Inhaltsstoffen versorgen und unterstützt den natürlichen Regenerationsprozess der Haut. Achten Sie hierbei darauf, dass Ihre Haut neben feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen auch beruhigende und barrierestärkende Bestandteile enthält, damit sie sich über Nacht optimal regenerieren kann. 

Augenpflege

Die Haut um die Augen ist besonders dünn und empfindlich, weshalb sie ein besonderes Pflegebedürfnis hat. Eine reichhaltige Augenpflege  versorgt die empfindliche Partie mit Feuchtigkeit, hilft Trockenheitsfältchen zu mindern und Anzeichen von Müdigkeit (z.B.) Augenringen vorzubeugen.

Den Körper nicht vergessen

Beim Blick in den Spiegel steht das Gesicht im Fokus; trotzdem sollten Sie Ihren Körper nicht vernachlässigen. Weil wir den Großteil des Tages Kleidung tragen, neigen wir dazu, der Haut an Armen, Beinen und Rumpf weniger Beachtung zu schenken – aber auch sie kann trocken und gereizt sein.

Benutzen Sie ein mildes Reinigungsprodukt  und machen Sie es sich zur Gewohnheit, sofort nach dem Duschen oder Baden eine passende Feuchtigkeitspflege aufzutragen.

Sonnencreme

Sonnencreme ist nicht nur etwas für heiße Tage. Die regelmäßige Verwendung von Sonnencreme schützt vor freien Radikalen, die durch UV-Strahlung entstehen und zu Hautschäden und Hautalterung führen können. LSF 15 benötigen Sie in unseren Breitengraden mindestens für den täglichen Schutz; Sonnencremes mit LSF 30 (oder höher) sind sinnvoll, wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten oder Ihre Haut besonders sonnenempfindlich ist.

Achten Sie darauf, dass das Produkt sowohl vor UVA-Strahlung (die u.a. zu Hautalterung führt), als auch vor UVB-Strahlung (die u.a. Sonnenbrand verursacht) schützt. Denken Sie daran, dass jede Sonnencreme bei längerem Aufenthalt in der Sonne wiederholt aufgetragen werden muss – beachten Sie also die entsprechenden Hinweise auf der Verpackung.

ERNÄHRUNG

Eine gesunde Ernährung wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus und kann dabei helfen, die Haut gesund zu erhalten. Um ihre zahlreichen Funktionen erfüllen zu können, braucht sie daher eine ausgewogene Kost, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist:

Vitamine

Vor allem die Vitamine des B-Komplexes haben großen Einfluss auf den Zustand der Haut:

  • Biotin (auch Vitamin H genannt) ist für die Versorgung der Haut mit Aufbaustoffen zuständig. Ein Mangel kann zu schuppender Haut und Ekzemen führen. Biotin kommt z. B. in Milch und Milchprodukten, Eiern, Haferflocken und Nüssen vor.

  • Niacin (Vitamin B3) ist für viele Stoffwechselvorgänge verantwortlich, mit denen der Körper Energie gewinnt. Niacin findet sich z. B. in Fleisch, Fisch, und Vollkorngetreide.

  • Pantothensäure (Vitamin B5) wird zur Zellerhaltung und –regeneration, also auch zur Wundheilung, benötigt. Ein hohes Maß an Pantothensäure ist in Innereien, verschiedenen Getreidearten oder Eiern zu finden.

  • Vitamin E, ein sogenanntes Antioxidans, schützt die Hautzellen vor freien Radikalen, die aufgrund ihrer zellschädigenden Eigenschaften zur Alterung der Haut beitragen. Gute Vitamin-E-Lieferanten sind Haselnüsse, Sonnenblumen- und Rapsöl, Mangos und Mandeln.

  • Vitamin A trägt zur Bildung neuer Hautzellen in der Oberhaut bei und ist wichtig für die Differenzierung von Zellen und Gewebe. Vitamin-A-reiche Lebensmittel sind zum Beispiel: Tomaten, Brokkoli, Holunder, Kiwis, Pfirsiche, Spargel und Butter.

  • Vitamin C, wie Vitamin E ein Antioxidans, ist ebenfalls für den Schutz der Zellen zuständig. Zudem trägt es zum Aufbau des Bindegewebes und zur Stärkung der Immunabwehr bei. Lebensmittel mit hohem Vitamin-C-Gehalt sind zum Beispiel: Spinat, Rosenkohl, Paprika, Petersilie, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn und Hagebutte.

Mineralstoffe

Bei Mineralstoffen handelt es sich um nicht-organische Nährstoffe. Zu ihnen zählen Kalium, Natrium, Magnesium, Kupfer und Eisen. Im Zusammenhang mit der Haut übernehmen die verschiedenen Mineralstoffe unterschiedliche Aufgaben. Sie sorgen beispielsweise für auch für die Festigkeit und Elastizität der Haut. Zu mineralstoffreichen Lebensmitteln zählen beispielsweise Hirse, Linsen, Nüsse, frischer Fisch, Steinpilze, Milchprodukte und Soja.

Proteine (Eiweiß)

Die Bausteine der Proteine, die sogenannten Aminosäuren, haben neben mehreren wichtigen Aufgaben im Körper eine entscheidende Rolle im Zellaufbau. Hier können verschiedene Quellen genutzt werden. Tierische Eiweißquellen sind vor allem Eier, Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Pflanzliche Eiweißquellen sind unter anderem Nüsse, Champignons, Soja, Hülsenfrüchte und Getreide.

Fette

Fette sind nicht grundsätzlich schlecht. Tatsächlich braucht der Körper, und die Haut im Besonderen, Fette. Einerseits sind sie ein wichtiger Energielieferant, andererseits wird mit ihrer Hilfe die Aufnahme fettlöslicher Vitamine ermöglicht. Darüber hinaus werden sie für den Aufbau der Zellmembranen sowie für mehrere Stoffwechselvorgänge benötigt. Fette pflanzlichen Ursprungs sind verschiedene Öle. Fette tierischen Ursprungs sind Fleisch, Fisch oder Milchprodukte.

ERNÄHRUNGSTIPPS FÜR EINE GESUNDE HAUT

Folgendes ist empfehlenswert:

  • Essen Sie möglichst viel Obst und Gemüse.

  • Wichtig sind auch Milch- und Vollkornprodukte.

  • Nehmen Sie essenzielle Fettsäuren zu sich. Zu finden sind diese z. B. in pflanzlichen Ölen.

  • Ein erwachsener Mensch sollte mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen.

Folgendes sollten Sie vermeiden:

  • Zu fettige oder süße Speisen sowie übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum.

  • Nahrung: Achten Sie darauf, möglichst wenig Fleisch zu sich zu nehmen.

  • Getränke: Bestenfalls enthalten die Getränke nicht zu viel Zucker.